Perimenopause: Was ab 35 in deinem Körper passiert

Du isst wie immer. Du bewegst dich wie immer. Und trotzdem schläfst du schlechter, die Hose sitzt am Bauch enger, und deine Stimmung kippt schneller als früher. Viele Frauen hören dann: „Das ist Stress.“ Oft steckt etwas anderes dahinter, nämlich der Beginn der Perimenopause.

Was ist die Perimenopause?

Die Perimenopause ist die Übergangszeit vor der letzten Periode. Sie beginnt bei den meisten Frauen in den Vierzigern, bei manchen schon Mitte dreißig, und dauert im Schnitt mehrere Jahre. Die Menopause selbst ist nur ein einziger Zeitpunkt: zwölf Monate nach der letzten Periode. In Deutschland liegt sie im Durchschnitt um das 51. Lebensjahr.

Das heißt: Viele Veränderungen passieren lange, bevor du überhaupt an Wechseljahre denkst.

Was hormonell passiert

Als Erstes sinkt meist das Progesteron. Es entsteht nach dem Eisprung, und der findet jetzt nicht mehr in jedem Zyklus statt. Progesteron wirkt beruhigend und schlaffördernd. Wird es weniger, schläfst du oft unruhiger und reagierst empfindlicher auf Stress.

Das Östrogen sinkt dagegen nicht gleichmäßig, es schwankt. Mal ist es hoch, mal sehr niedrig, manchmal innerhalb weniger Tage. Genau diese Schwankungen machen die Perimenopause so unübersichtlich: Ein Monat fühlt sich normal an, der nächste ganz anders.

Typische Anzeichen

  • Der Zyklus wird kürzer, länger oder unregelmäßig.

  • Du wachst nachts auf, oft gegen drei oder vier Uhr.

  • Es lagert sich mehr in der Körpermitte an.

  • Heiße Wallungen oder nächtliches Schwitzen.

  • Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, weniger Geduld.

  • Nachmittagstief und Heißhunger auf Süßes.

  • Konzentration und Gedächtnis wirken manchmal wie im Nebel.

Nicht jede Frau hat alle Anzeichen, und manche haben fast keine. Viele dieser Beschwerden können auch andere Ursachen haben, etwa die Schilddrüse oder einen Eisenmangel. Lass sie deshalb ärztlich abklären, bevor du sie den Hormonen zuschreibst.

Es liegt nicht an deiner Disziplin

Wenn das, was jahrelang funktioniert hat, plötzlich nicht mehr funktioniert, liegt das nicht an dir. Die Bedingungen in deinem Körper haben sich verändert. Weniger essen und mehr Ausdauersport machen es in dieser Phase oft schlimmer, weil sie zusätzlichen Stress für den Körper bedeuten.

Was dir jetzt hilft

Die gute Nachricht: Du kannst viel tun, und zwar auf drei Ebenen gleichzeitig.

  • Ernährung: Eiweiß zu jeder Mahlzeit, viel Gemüse, gute Fette. Drei Mahlzeiten mit Pausen dazwischen halten deinen Blutzucker ruhiger als ständiges Snacken.

  • Bewegung: Krafttraining zwei- bis dreimal pro Woche erhält deine Muskeln, und Muskeln sind dein wichtigster Stoffwechsel-Partner in dieser Phase.

  • Nervensystem: Schlaf, Atem und echte Pausen. Weniger Progesteron heißt, dass du Ruhe bewusster einplanen musst.

Bei starken Beschwerden kann auch eine Hormontherapie eine Option sein. Ob sie für dich passt, besprichst du am besten mit deiner Frauenärztin.

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Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden sprich bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Svjetlana Berger

Hi ich bin SVJETLANA, die ruhige, klare Stimme hinter MOJ Holistic Health – ich liebe es, Körper, Gesundheit und Mindset so zu entwirren, dass es klick macht, ein Lächeln entsteht und Menschen Lust bekommen auf mehr Lebensfreude, echte Gesundheit und ein bewusstes, selbstverbundenes Leben.

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